Betten blieben häufig leer
Donnerstag, den 10 Juni 2010
Kategorie: Pressemeldungen, Aktuelles, NRW
Konjunkturumfrage Hotellerie NRW: 54,3 Prozent mit geringerer Zimmerauslastung / Erträge und Umsätze schwächer / Mitarbeiterzahlen konstant / Probleme: Energie- und Betriebskosten / Sommererwartungen besser
Die Zimmerauslastung in der Hotellerie ist alarmierend gesunken. Während sie schon im Vorjahr bei 45,5 Prozent der befragten Hoteliers gesunken war - 2008 waren es lediglich 21,5 Prozent - mussten für den Zeitraum November 09 – März 10 fast 55 Prozent mit einer niedrigeren Belegung kämpfen. Dies ist das Ergebnis der Winter-Konjunkturumfrage 2009/2010 des DEHOGA NRW. Mit sinkender Zimmerauslastung fielen auch bei 63,7 Prozent die Erträge und bei 60,5 Prozent die Umsätze. Gründe für die negativen Zahlen sieht Olaf Offers, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen (Hotel- und Gaststättenverband), vor allen Dingen in der Abhängigkeit der nordrhein-westfälischen Beherbergungsindustrie vom Geschäftsreisetourismus. „Solange sich die gesamtwirtschaftliche Lage nicht verbessert, wird weniger geschäftlich verreist, finden weniger Messen, Kongresse und Seminare statt. Für uns gilt daher die Maxime: „Durchhalten!“
Die Mitarbeiterzahlen konnten in fast zwei Dritteln der Fälle trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten gehalten werden. Besser die Aussicht: Erhöhten lediglich 6,1 Prozent in den Wintermonaten die Anzahl ihrer Mitarbeiter, möchte in der kommenden Sommersaison immerhin jeder Achte neu einstellen. „Wir werden weiterhin einer der Jobmotoren auf dem Arbeitsmarkt bleiben, weil wir vom Unqualifizierten bis zum Hochschulabsolventen ein breites Spektrum anbieten können und unsere Dienstleistungen sehr arbeitsintensiv sind. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz wird uns zudem helfen, die neu gewonnenen Spielräume, gerade auch für neue Arbeitsplätze zu nutzen“, beschreibt Offers die Lage in der Hotellerie.
Trotz der schwierigen Gesamtlage hellt sich die Stimmung der Hoteliers im Hinblick auf die Sommersaison etwas auf. Beschrieben nur 13,4 Prozent das Geschäft in den letzten Monaten als gut, sind immerhin 30,2 Prozent „guter“ Erwartung.
Im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe wird in 44.000 Unternehmen (38.000 Gastronomie-, 4.500 Beherbergungs- und 1.500 Kantinen- sowie Cateringbetrieben) mit über 185.000 Mitarbeitern und 15.500 Auszubildenden jährlich ein Umsatz von mehr als elf Milliarden Euro erwirtschaftet.