| http://www.gastgewerbe-nrw.de/fokus5.0.html | |
| Titel: | Fokus 5: Tourismuspolitik |
| Druckdatum: | 19.05.2012 |
Nordrhein-Westfalen liegt mit 17,3 Millionen Ankünften auf Platz 2 im Deutschlandvergleich hinter Bayern und vor Baden-Württemberg, mit 40,2 Millionen Übernachtungen immerhin auf einem „Bronze-Rang“. Gleiches gilt für die Anzahl der gewerblichen Betten an Rhein und Ruhr , nämlich 296.000.
Bislang lag unser Bundesland nach dem Maßstab der finanziellen Förderung dieses Wirtschaftszweiges jedoch nur auf den letzten Plätzen. Durch den Masterplanprozess ist es ein Stück nach vorne – ins untere Mittelfeld– gerückt.
Der Hauptleistungsträger des Tourismus ist das Gastgewerbe. In den nordrhein-westfälischen Betrieben in Hotellerie und Gastronomie erarbeiten in über 44.000 Betrieben mehr als 185.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Aushilfen nicht eingerechnet) und knapp 16.000 Auszubildende einen Nettoumsatz von 11,3 Milliarden Euro.Das touristische Geschehen in NRW ist vor allem durch Geschäftsreise-verkehr gekennzeichnet. Im deutschlandweiten Vergleich hat Nordrhein-Westfalen mit ungefähr 60 Prozent den höchsten Anteil an Geschäftsreiseübernachtungen; der Bundesdurchschnitt liegt bei 20,1 Prozent.
Nordrhein-Westfalen steckt mittendrin. Und zwar in einem Prozess, an dessen Ende mehr Übernachtungen und mehr Ankünfte und damit ein erfolgreicherer Tourismus stehen können. Momentan beträgt der Anteil des Tourismus an der Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen drei Prozent. Bei einer stringenten Umsetzung des Masterplans und einem klaren Bekenntnis der Politik zum Tourismus an Rhein und Ruhr ist eine Steigerung um zwei Prozent auf dann fünf Prozent der Wertschöpfung realistisch. Dieses Wachstum würde die Beschäftigungsquote in gleicher Höhe positiv beeinflussen. Schon heute erzielen 530.000 Menschen ihr Primäreinkommen im Tourismus. In Zukunft könnten es 10.600 mehr sein.